Sonntag, 1. Dezember 2013

BLOG-ADVENTSKALENDER!


Ho ho ho!

Nun ist es soweit: der erste Advent ist da, an den Schokoweihnachtsmännern kommt man nun nicht mehr vorbei. Zeit also, um ein wenig zur Ruhe zu kommen und das erste Türchen zu öffnen!
Dies wollen wir auch bei unserem BLOG-ADVENTSKALENDER machen und euch die Zeit bis zur Bescherung versüßen! Jeden Tag wird eine von uns ein Türchen öffnen und euch eine „Überraschung“ präsentieren. Also, fangen wir an...


01.12.2013: 1. Türchen!


WARTE NICHT, BIS DER STURM VORBEI ZIEHT, SONDERN LERNE, IM REGEN ZU TANZEN!


Manche fragen sich jetzt bestimmt, was dieser Spruch mit unserem Blog zu tun hat. Als ich die Worte das erste Mal gelesen habe, wurde ich für ein paar Sekunden nachdenklich. Die Worte hatten mich eingehüllt und irgendwie gefangen genommen, aber gleichzeitig auch sehr berührt. Ich denke, man muss den Spruch zwei Mal lesen, um ihn richtig zu verstehen und auch zu verinnerlichen!

Jeder von uns kennt den „Sturm“, der im Leben immer wieder mal wütet und dabei einiges zerstört. Der Sturm muss nicht unbedingt ein Schicksalsschlag sein, sondern kann auch mit persönlichen Einstellungen zu tun haben. Ich denke, jeder kennt die Tiefphase, in die man ab und zu fällt. Man sitzt zu Hause auf dem Bett, schaut nach draußen und ist antriebslos. Doch was macht den Menschen antriebslos? Was vertreibt die Motivation? Ich selbst habe eine Phase durchgemacht, in der ich total unzufrieden mit meinem Körper war. Es ging sogar soweit, dass ich irgendwann beim Psychologen gelandet bin. Als ich dem Therapeut gegenüber saß, habe ich mich gefragt, was ich eigentlich hier mache. -Ich denke, es war sogar DER Moment, in dem mir alles klar wurde. Ich hatte so lange an meinem Körper gezweifelt, habe mich selbst kritisiert, dass es sich in meinem Kopf fest gesetzt und zu einem normalen Gedanken geworden ist. Heute lebe ich normal und kann den Alltag wieder selbstbewusst genießen.

Vor zwei Monaten habe ich meine beste Freundin zu Grabe tragen müssen. Wenn ich jetzt, acht Wochen später, darüber nachdenke, erscheinen mir alle Probleme und Sorgen in der Vergangenheit als nichtig und lächerlich. Ich bin ärgerlich über meine Ansichten damals, denn eines ist mir klar geworden: Warte nicht, bis der Sturm vorbei zieht, sondern lerne, im Regen zu tanzen!

Lebe dein Leben! Das Leben ist zu kurz, um zu meckern und mit sich persönlich nicht zufrieden zu sein! Der Tod hat in mir einiges verändert, ich bezeichne ihn als Sturm, der mein Leben neu geordnet hat. Ich sehe das Leben mit komplett anderen Augen. Ich freue mich über warme Sonnenstrahlen an kalten Tagen, über eine Umarmung von meinem Freund oder ein herzliches Lachen von meiner Schwester. Das sind Dinge, die entscheidend im Leben sind. Wenn ihr in einer Krise steckt, der Sturm euch eingehüllt hat, dann versucht trotzdem, euch an Kleinigkeiten zu erfreuen. Ärgert euch nicht über eine rote Ampel, sondern genießt die dreißig Sekunden, die ihr still stehen könnt. Flucht nicht über ein Gewitter, sondern lächelt, wenn die Tropfen auf eure Nase prasseln und ihr merkt, dass ihr am Leben seid. Seid nicht mit euch unzufrieden, wenn ihr auf der Wage steht und ein Kilo zu viel angezeigt wird, sondern akzeptiert es und nehmt es an. Es gehört zu euch, so wie euer Lachen.

Oh je, ich schaffe es nie, mich kurz und knapp zu halten! Trotzdem hoffe ich, dass ihr euch vielleicht ein wenig in meinen Gedanken wiederfinden könnt. Ihr seht, ihr seid nicht allein mit euren Sorgen, Ängsten und Ärgernissen! Doch denkt über den Spruch nach und: verinnerlicht ihn.
Ich wünsche euch einen wundervollen Restsonntag und einen schönen ersten Advent!
Eure Mareike

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