Ho ho ho!
Nun ist es soweit: der erste Advent ist
da, an den Schokoweihnachtsmännern kommt man nun nicht mehr vorbei.
Zeit also, um ein wenig zur Ruhe zu kommen und das erste Türchen zu
öffnen!
Dies wollen wir auch bei unserem
BLOG-ADVENTSKALENDER machen und euch die Zeit bis zur Bescherung
versüßen! Jeden Tag wird eine von uns ein Türchen öffnen und euch
eine „Überraschung“ präsentieren. Also, fangen wir an...
01.12.2013: 1. Türchen!
WARTE NICHT, BIS DER STURM VORBEI
ZIEHT, SONDERN LERNE, IM REGEN ZU TANZEN!
Manche fragen sich
jetzt bestimmt, was dieser Spruch mit unserem Blog zu tun hat. Als
ich die Worte das erste Mal gelesen habe, wurde ich für ein paar
Sekunden nachdenklich. Die Worte hatten mich eingehüllt und
irgendwie gefangen genommen, aber gleichzeitig auch sehr berührt.
Ich denke, man muss den Spruch zwei Mal lesen, um ihn richtig zu
verstehen und auch zu verinnerlichen!
Jeder von uns
kennt den „Sturm“, der im Leben immer wieder mal wütet und dabei
einiges zerstört. Der Sturm muss nicht unbedingt ein
Schicksalsschlag sein, sondern kann auch mit persönlichen
Einstellungen zu tun haben. Ich denke, jeder kennt die Tiefphase, in
die man ab und zu fällt. Man sitzt zu Hause auf dem Bett, schaut
nach draußen und ist antriebslos. Doch was macht den Menschen
antriebslos? Was vertreibt die Motivation? Ich selbst habe eine Phase
durchgemacht, in der ich total unzufrieden mit meinem Körper war. Es
ging sogar soweit, dass ich irgendwann beim Psychologen gelandet bin.
Als ich dem Therapeut gegenüber saß, habe ich mich gefragt, was ich
eigentlich hier mache. -Ich denke, es war sogar DER Moment, in dem
mir alles klar wurde. Ich hatte so lange an meinem Körper
gezweifelt, habe mich selbst kritisiert, dass es sich in meinem Kopf
fest gesetzt und zu einem normalen Gedanken geworden ist. Heute lebe
ich normal und kann den Alltag wieder selbstbewusst genießen.
Vor zwei Monaten
habe ich meine beste Freundin zu Grabe tragen müssen. Wenn ich
jetzt, acht Wochen später, darüber nachdenke, erscheinen mir alle
Probleme und Sorgen in der Vergangenheit als nichtig und lächerlich.
Ich bin ärgerlich über meine Ansichten damals, denn eines ist mir
klar geworden: Warte nicht, bis der Sturm vorbei zieht, sondern
lerne, im Regen zu tanzen!
Lebe dein Leben!
Das Leben ist zu kurz, um zu meckern und mit sich persönlich nicht
zufrieden zu sein! Der Tod hat in mir einiges verändert, ich
bezeichne ihn als Sturm, der mein Leben neu geordnet hat. Ich sehe
das Leben mit komplett anderen Augen. Ich freue mich über warme
Sonnenstrahlen an kalten Tagen, über eine Umarmung von meinem Freund
oder ein herzliches Lachen von meiner Schwester. Das sind Dinge, die
entscheidend im Leben sind. Wenn ihr in einer Krise steckt, der Sturm
euch eingehüllt hat, dann versucht trotzdem, euch an Kleinigkeiten
zu erfreuen. Ärgert euch nicht über eine rote Ampel, sondern
genießt die dreißig Sekunden, die ihr still stehen könnt. Flucht
nicht über ein Gewitter, sondern lächelt, wenn die Tropfen auf eure
Nase prasseln und ihr merkt, dass ihr am Leben seid. Seid nicht mit
euch unzufrieden, wenn ihr auf der Wage steht und ein Kilo zu viel
angezeigt wird, sondern akzeptiert es und nehmt es an. Es gehört zu
euch, so wie euer Lachen.
Oh je, ich schaffe
es nie, mich kurz und knapp zu halten! Trotzdem hoffe ich, dass ihr
euch vielleicht ein wenig in meinen Gedanken wiederfinden könnt. Ihr
seht, ihr seid nicht allein mit euren Sorgen, Ängsten und
Ärgernissen! Doch denkt über den Spruch nach und: verinnerlicht
ihn.
Ich wünsche euch
einen wundervollen Restsonntag und einen schönen ersten Advent!
Eure Mareike
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