Freitag, 13. Dezember 2013

13.12.2013: 13. Türchen!

13.12.2013: 13. Türchen!

Selbstbewusstsein: wodurch verschwindet es und wie baut man es wieder auf?
 
Übungen, Tipps und Tricks für ein neues Selbstwertgefühl!


„Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ (aus Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren)

 
Pippi Langstrumpf ist ein sehr selbstbewusstes und starkes Mädchen, das sich von nichts unterkriegen lässt! Ihr Vater ist auf hoher See, ihre Mutter verstorben, das kleine Mädchen ist ganz auf sich allein gestellt.  Lebensfroh und witzig, so kennt man sie aus den Büchern und Filmen!

Die Realität sieht bei den jugendlichen Mädchen leider ganz anders aus. Mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl machen die Person unsicher und schwach.

Um das Motto verwirklichen und danach leben zu können, muss man das fehlende Selbstbewusstsein wieder aufbauen. Doch wie kommt man an diese, ach, so begehrte Qualität heran?

Was lässt das Selbstwertgefühl sinken?

Zuerst müssen wir uns vor Augen führen, was unserem Selbstbewusstsein im Weg steht, was es so schwer macht, bedingungslos an sich selbst zu glauben. Ganz einfach: Zweifel. „Bin ich zu fett? Ist meine Nase zu groß? Bin ich zu klein?“ Selbstzweifel können einen zernagen und kaputt machen, bis uns die unendlich vielen Fragen in den Wahnsinn treiben. Selbstzweifel werden nicht nur durch die eigene Person ausgelöst, sondern vor allem: durch andere Menschen, die einen kritisieren, die Mängel, statt die positiven Eigenschaften, betrachten!

Um wieder Selbstwertgefühl zu erlangen, um sich selbst wieder zu akzeptieren, muss man sich von Zweifeln befreien (das ist nicht leicht und kostet viel Überwindung, aber es lohnt sich, aus den „Ketten“ anderer loszulösen).

(gefunden auf addisontod.com)
„Was denken andere von mir?“ – auch diese Frage stellt sich vielen, aber erst, wenn man versteht, dass die Meinung anderer nicht von Bedeutung ist, da man für sich selbst lebt und nicht um anderen zu gefallen, kann man sich selbst verwirklichen und an sich glauben. Es ist nicht einfach, aber sobald man über das Verlangen hinweg ist, andere mit sich selbst zufrieden stellen zu wollen, kann man viel leichter man selbst sein

Man wird Tag für Tag mit Forderungen konfrontiert. Ob es nun die Eltern sind, die verlangen, dass man bessere Noten schreibt oder die Gesellschaft, die verlangt dass wir uns gegebenen Standards anpassen. Die einzige Person, die Forderungen stellen sollte, ist man selbst.

Wenn man sich von Zweifel befreien kann und von den Forderungen anderer, dann kann man genau das werden und sein, was man will.

Auf dem Weg dahin wird man Freunde verlieren und Feinde gewinnen, doch letztendlich von Menschen umgeben sein, die wirklich das zu schätzen wissen, was man ist und nicht das, was man vorgibt zu sein. Also: „Be yourself & love yourself!“

(gefunden auf musingsfromaspecialneedsmom.com)

Was kann man also tun, um sein Selbstwertgefühl wieder zu steigern?

Wenn ihr bei Google „Selbstbewusstsein stärken Übungen“ eintippt, erhaltet ihr über 250.000 Ergebnisse! Hier die besten Tipps, Tricks und Übungen für euch! Damit ihr bald wieder sagen könnt: „Ich lass mich nicht unterkriegen, bin frech und wild und wunderbar!“

Es gibt neben körperlichen Übungen auch seelische, die euer Selbstwertgefühl wieder aufbauen können.

Körperliche Übungen:

1.)    Stellt euch vor einen langen Spiegel. Richtet euch grade auf (Kopf hoch, Kreuz raus) und blickt in euer Spiegelbild. Geht mit kräftigen Schritten langsam auf den Spiegel zu, schaut dabei „euch selbst in die Augen“. Haltet diesen Blickkontakt so lange wie möglich. Bleibt eine Minute vor dem Spiegel stehen, dann wendet ihr euch ab und geht wieder auf eure alte Position zurück, denkt an eine grade Körperhaltung.

è Ein sicherer Gang verdeutlicht anderen Menschen „ich bin selbstsicher und mich kriegt so leicht nichts unter“. Auch, wenn ihr innerlich unsicher seid, lasst dies andere nicht spüren. Geht euren Weg, wie vor dem Spiegel geübt. Lächelt ruhig andere Personen an, die euch entgegenkommen. Eine grade Körperhaltung ist wichtig, um „Stärke“ zu zeigen. Wieso solltet ihr gekrümmt und eingeschüchtert an anderen vorbei laufen??? Vertraut euch einfach einmal selbst.

2.)    Setzt/stellt euch vor einen Spiegel und betrachtet euer Gesicht circa 3 Minuten lang. Fangt an der Stirn an, lasst euren Blick langsam über die Nase zu den Wangen, danach zum Mund und Kinn wandern.

è Jeder (!) Mensch ist in seiner Art und Weise hübsch. Was findet ihr an eurem Gesicht schön? Augen? Mund? Wangen? Hierbei ist es unbedingt wichtig, sich nicht (!) mit anderen zu vergleichen, sondern nur sich zu sehen.

3.)    Setzt/stellt euch vor einen Spiegel, blickt euch selbst in die Augen und lächelt.

è Hier ist der Spruch „Höre nie auf zu lächeln, denn es gibt Menschen, die von deinem Lächeln leben“ passend. Ein Lächeln/Lachen zeigt Aufgeschlossen- und Offenheit. Verkriecht euch nicht hinter einer Fassade, sondern öffnet euch selbst, um den Zweifeln zu entfliehen. Ihr seid individuell und einzigartig. Also zeige dein einzigartiges Lächeln und versteckt es nicht hinter einer ausdruckslosen Fassade.

4.)    Bevor ihr diese Übung macht, solltet ihr andere Menschen in eurem näheren Umfeld besser vorwarnen. Stellt (!) euch mit einer graden Körperhaltung vor einen Spiegel, blickt euch in die Augen. Ballt eure Hände zu Fäusten. Denkt darüber nach, welche Situation euch in letzter Zeit wütend oder verärgert hat. Schreit dann so laut und lange, wie es geht.

è Es klingt bescheuert und albern, doch dahinter steckt ein tieferer Sinn. Viele Kleinigkeiten, die uns im Alltag begegnen, können verletzend sein oder ärgerlich machen. Im Unterbewusstsein werden diese Situationen gespeichert und häufen sich, bis das „Knäul“ auseinanderplatzt. Der Schrei (oder auch mehrere Schreie, wie ihr mögt und eure Ohren aushalten) soll ein Symbol dafür sein, dass ihr das Problem aus euch raus schreit. Es soll sich nicht mehr in euch drin verstecken und euch belasten. Ihr befreit euch somit von der Wut. Die Übung kann teilweise sehr anstrengend sein, also lasst es danach ruhig angehen, legt euch hin und ruht euch für ein paar Minuten aus.


Seelische Übungen:

1.)    Nehmt euch einen Stift und zwei Blatt Papier. Schließt die Zimmertür und verdeutlicht, dass ihr für ein paar Minuten allein gelassen werden möchtet. Auf das erste Blatt schreibt ihr auf, was ihr für Stärken habt. Erkennt positive Eigenschaften. Nehmt euch dafür viel Zeit. Dabei könnt ihr folgende Fragen beantworten:

-Was sind meine Stärken?
-Was zeichnet mich aus, sodass ich unverwechselbar und einzigartig bin?
-Was lieben/schätzen andere Menschen an mir?
-Wofür werde ich bewundert?

Auf das zweite Blatt schreibt ihr eure negativen Eigenschaften auf. Schämt oder ärgert euch nicht über Negatives, denn das ist völlig normal. Nicht umsonst heißt es: „Keiner ist perfekt!“ Man muss Schwächen annehmen und akzeptieren, macht euch deswegen nicht klein! Ihr könnt euch an folgenden Fragen orientieren:

-Was kann ich nicht gut, wo liegen meine Schwächen?
-Welche Situation hat mich persönlich sehr verunsichert, bzw. gekränkt?
-Was kritisiere ich an mir selbst?

Ihr könnt die Listen in eurem Zimmer aufhängen. Vielleicht seid ihr in der Lage, negative Eigenschaften in positive umzuwandeln?!


2.)    Wenn euch Situationen verärgert oder wütend gemacht haben, muss man diese nicht in sich hinein fressen. Neben der „Schrei-Methode“ gibt es aber auch noch die „Schrei-Technik“. Nehmt euch eine kleine Box, die ihr in eurem Zimmer aufbewahren könnt. Achtet dabei darauf, dass kein anderer die Möglichkeit hat, in die Box zu gucken.

Schreibt auf kleine Zettel den Monat und darunter das Ereignis, das euch gekränkt, verärgert etc. hat. Schreiben befreit, lasst eure Sorgen alle auf dem Stück Papier. Anschließend legt ihr es in die Box und verschließt diese mit dem Deckel. Eure Sorgen sind nun in der Box gefangen und können euch nicht mehr erreichen. (Diese Methode hilft wirklich und wurde in meiner Therapie angewandt. Anfangs fand ich es lächerlich, doch heute steht die Box gut gefüllt an einem geheimen Ort und all meine Probleme „können mich mal“).

 
3.)    Die nächste Übung ist für euch und eure Familie/Freunde bestimmt. Schreibt auf den Zettel euren Namen und darunter „positive Eigenschaften“. Steckt den Zettel in einen Briefumschlag und bittet eure Familienmitglieder und/oder Freunde, alles aufzuschreiben, was ihnen zu dem Begriff „Stärken“ einfällt. Schaut in den Briefumschlag nicht rein! Erst am Ende, wenn alle ihre Meinungen aufgeschrieben haben, dürft ihr den Zettel lesen.


Dies sind nur ein paar kleine Tipps und Tricks, wie ihr euch selbst wieder „aufbauen“ könnt. Probiert die Übungen aus und wiederholt sie, wann immer euch dazu ist.

 Glaubt an euch selbst! Selbstvertrauen ist das Stichwort!

Einen schönen „Freitag, der dreizehnte“…

Mareike und Daria

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