„Ich genieße es, ich zu sein!“ (Adele, Sängerin)
Wenn ich an die Promiwelt denke, fallen mir als erstes
schlanke, bildhübsche Frauen ein, die auf High Heels über den roten Teppich
staksen. Models, die abgehungert durchs Leben gehen und damit viel Geld
verdienen. Erfolg mithilfe eines schönen Äußeren. Makellose Haut, tolle Figur,
keine Schönheitsmakel. Man braucht nur den Fernseher anschalten, schon lächelt
eine „perfekte“ Frau entgegen, die Werbung für Diätpillen und Schönheits-OPs
macht.
Doch wer definiert
Schönheit? Nach welchen Maßen gelten Frau und Mann für perfekt? Kann man
überhaupt perfekt sein?
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| (gefunden auf susieknows.eu) |
Ein Promi, der auf den ersten Blick mal nicht perfekt aussieht,
ist Adele. Die junge Sängerin hat ein paar Kilos mehr auf den Rippen, als
gewöhnliche Superstars, nebenbei strahlt sie eine Herzlichkeit aus, die sie
sehr sympathisch macht. Trotz ihrer fülligen Figur ist sie einfach nur schön. „Ich genieße es, ich zu sein!“, sagte
sie einmal. Dies zeugt davon, dass sie glücklich und selbstbewusst durchs Leben
geht, ohne den „Idealmaßen“ der Gesellschaft zu entsprechen. Adele ist einfach,
wie sie ist und liebt sich mit Körper und Seele. Sie akzeptiert sich und
strahlt dies auch aus. Ihre natürliche Art macht sie menschlich und dafür wird
sie von Millionen Fans bewundert. Auch, wenn man kein Fan von Adeles Musik ist,
sollte man sich ihre Einstellung zum Vorbild nehmen.
In keinem Lexikon ist das
Wort „Schönheit“ mit den Werten und Maßen definiert, die man haben muss, um
schön zu sein. Warum definieren wir Menschen es dann? Jeder ist anders und
vielfältig. Warum kann es dann nicht eine vielfältige Schönheit geben? Schönheit
liegt im Auge des Betrachters und der Wichtigste ist man selbst. Oberflächlich
können wir am besten sein, wir reduzieren Menschen auf ihr Äußeres. Eine
Einstellung, die ich mir in diesem Jahr zur Brust genommen und versucht habe,
zu ändern!
„Und will auch nicht
um jeden Preis superdünn sein. Das sind eh bloß Oberflächlichkeiten, keine
echten Werte. Deshalb lasse ich mich nicht zum Abnehmen zwingen. Schließlich
möchte ich mein Publikum mit meiner Stimme und meinem Talent überzeugen. Dafür
brauche ich weder gebleichte Zähne noch eine Brustvergrößerung.“ (Adele in
einem Interview mit „tip Berlin“)
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| (US Vogue) |
Wenn ich morgens in den Spiegel gucke, denke ich mir nur ein
„Oh Gott!“ und schaue schnell weg. Manchmal rutscht mir auch ein „Ich muss
wieder zwei Kilo abnehmen.“ heraus. Ein Mensch, der mir diese Flausen aus dem
Kopf treibt und mich immer wieder an meine Schönheit erinnert, ist mein Freund.
Er kann sogar richtig wütend werden, wenn ich über die Waage schimpfe! Doch
dafür bin ich ihm unheimlich dankbar. Er erinnert mich wieder daran, wer ICH
bin und was mich ausmacht. Er zeigt mir meine Schönheit wieder auf, wenn ich
sie im Spiegel nicht entdecken kann. (Wer kann den Charakter auch schon im
Spiegelbild erkennen???)
Vielleicht kannst du dir für das kommende Jahr dies zu
Herzen nehmen. Definiere nicht „schön“ mit Oberflächlichkeiten, mit
Konfektionsgrößen, Gewicht oder Aussehen.
Einen fröhlichen neunten Dezember!
Eure Mareike


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