Mittwoch, 11. Dezember 2013

11.12.2013: 11. Türchen!

11.12.2013: 11. Türchen!

Essstörung bei Männern


Man spricht immer von Essstörungen, Magersucht oder Bulimie bei Frauen. Doch niemand beachtet dabei, dass es auch immer mehr Jungen und Männer gibt, die an solchen Problemen leiden.


(gefunden auf Men's Health)
Die Ursachen entspringen, wie bei Frauen auch, oft in der Pubertät. In dieser Zeit kriegen Mädchen Kurven, was viele als „dick“ ansehen. Jungen hingegen wirken in dieser Zeit oft hager. Viele versuchen dies durch einen extremen Muskelaufbau wett zu machen (Adonis-Komplex). Oft wird dieser dann durch gefährliche Praktiken wie das Entwässern unterstützt.

Homosexuelle Männer sind laut Studien anfälliger für Essstörungen, als heterosexuelle. Das liegt vermutlich daran, dass homosexuelle Männer eher Konflikte mit sich selbst und ihrem Sein haben.

Ähnlich sind aber die meisten Auslöser. Jungen haben genauso wie Mädchen Stars vor Augen, mit denen sie sich messen und denen sie ähneln wollen. Oftmals sehen auch sie ihren Körper als „zu dick“ oder als „nicht muskulös genug“ an. Auch sie haben Probleme mit dem Erwachsenwerden und leben diese ganz unterschiedlich aus. Hinzu kommt bei vielen Jungen extremer Leistungssport, der in Zusammenhang mit einer Essstörung sehr gefährlich werden kann.

Das Schlimmste ist aber, dass die meisten Essstörungen von Jungen und Männern viel extremer sind als die von Frauen, da sie erst sehr spät als solche erkannt werden. Zudem sind viele Männer es auch nicht gewohnt, offen über ihre Probleme zu reden. So ist es für sie ein weitaus schwerer Schritt, sich ihre Krankheit einzugestehen, gerade weil das Problem einer Essstörung auch als „Frauenproblem“ angesehen wird. Hiernach stehen die Männer vor dem nächsten Problem. Die Beratung und Hilfe bei Essstörungen ist zum größten Teil auf Frauen ausgerichtet. Hier bietet die anonyme telefonische Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) Hilfe an. Man wird über geeignete Einrichtungen in seiner Nähe informiert.



 
Mein Appell richtet sich nun an alle. Auch, wenn Magersucht, Bulimie und andere Essstörungen größtenteils bei Mädchen und jungen Frauen auftritt, so steigt die Zahl der männlichen Erkrankten rapide an. Diese Probleme werden mehr und mehr die ganze Gesellschaft betreffen. So sollte die Toleranz der erkrankten Männer gegenüber deutlich steigen. Auch Männer sollten sich in ihrem Körper wohlfühlen und sich nicht denken müssen, dass sie nur mit einem perfekten „Sixpack“ eine Freundin bekommen.

Ich hoffe, ich konnte euch zeigen, ein bisschen über den Tellerrand zu schauen und offen dafür zu sein, dass die sonst immer so „coolen Typen“ unter ihrer Schale vielleicht auch Probleme haben.

Ich wünsche euch einen schönen elften Dezember :-)

Eure Imke

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