Samstag, 14. Dezember 2013

14.12.2013: 14. Türchen!

Einen wunderschönen 14. Dezember wünsch' ich Euch!

Wir sind rund - na und?!
 
Es gibt Momente im Jahr, da tut ein gutes Buch einfach gut – ob im Urlaub am Strand, an regnerischen Tagen im Bett oder aber in der Adventszeit vor dem Kamin.
Für alle begeisterten Leser und auch die, die es eigentlich nicht sind, kommt hier ein super Tipp für die langen Winterabende!

Margit Schönberger: Das Diätenhasser-Buch

Basta! Die Pfunde bleiben drauf!

Denn seit ihrer Kindheit ist Margit Schönberger eine Kandidatin für eines der umsatzstärksten Geschäftsfelder der westlichen Welt: die Diätindustrie. Kaum eine Diät, die sie nicht probiert hätte – aber Idealgewicht? Pustekuchen!
Jetzt wird abgerechnet: Mit Schlankheitswahn und Modediktat. Mit Nahrungsmittelindustrie und falschen Ratgebern. Und mit dem Mythos von der „richtigen“ Ernährung.
Wir sind rund – na und?!

Unter Kaloriengesichtspunkten wird so manches „gute“ Essen quasi steckbrieflich gesucht. Beispiel Bananen: Sie machen angeblich dick. Dabei hat eine davon im Schnitt lediglich kanpp 100 Kalorienm das ist nicht mehr als ein Zwölftel oder ein Fünfzehntel unseres Tageskalorienbedarfs Du lieber Himmel, was für ein Bohei – um Peanuts. Es hat uns ja niemand angestiftet, ein ganzes Kilo davon auf einem Schlag zu verdrücken. (So eng müssen wir die Verwandtschaft mit den Affen nun wirklich nicht sehen.) Und nur ganz nebenbei: Eine einzige Banane deckt einen hohen Anteil des Tagesbedarfs unseres Körpers an Kalium, Magnesium und Vitamin C ab.
Der Kartoffel geht es nicht anders als der Banane – auch sie macht angeblich dick. So dick wie Nudeln. Butter ist ebenso des Teufels, genau wie jede Sorte Brot. Die meisten dieser „verbotenen“ Nahrungsmittel – fast immer die, die wir schon als Kinder instinktiv gerne gegessen haben (warum wohl?) – weisen zwar eine hohe Kalorienzahl aufm aber auch meistens eine hohe Energiedichte. Das heißt, sie halten uns länger satt als solche mit dem gleichen Brennwert, aber niedrigeren Energiedichte. Und wenn Sie mich fragen, so esse ich lieber eine 100-Gramm-Scheibe Weißbrot (die 250 Kalorien hat) als 100-Gramm (=10 Stück) Knäckebrot, die zudem 130 Kalorien mehr haben. So manipulieren wir uns unter kundiger, rechnerischer versierter Anleitung von Körper-BWLern durchs Leben. Das geht alles auf Kosten von Sinnlichkeit, Lebensqualität guter Laune und damit letzten Endes auch von Gesundheit. (Oder glauben Sie allen Ernstes, dass Frust und depressive Laune keine Auswirkung auf den Zustand Ihres Körpers haben?) Dementsprechend gehen wir miteinander um, genauso mit unserer Umwelt, mit unserer Kultur, mit unseren Werten.
(Kapitel 9: Von gutem und bösem Essen; S. 148/149)

Lasst uns aufhören, mit gesenktem Blick und graumäusig durch die Welt zu gehen. Schmeißt euch in kesse Klamotten – raus aus euren Wurstpellen, und macht den Mund aufm wenn euch die anderen, die die Welt gerade an die Wand fahren, dumm kommen. Dann wird sehr schnell klarwerden, was es mit „dick und doof“ wirklich auf sich hat.
(Vorwort: Finger weg von unserem Speck; S.10/11)

Schönberger thematisiert in ihrem Buch viele Mythen rund um die Ernährung und Vorurteilen, gegenüber Menschen und dem Essen, was sie zu sich nehmen.
Dabei stößt sie bei vielen (gerade jugendlichen!) Lesern auch auf Abneigung.
So schreibt die Userin Sweety179 beispielsweise auf der Website ciao.de über das Buch:
Sie lobt das Fett über alle Maße, schießt jedoch gegen Obst, Salat und Vollkornkost. Meiner Meinung nach ist sie nicht zufrieden mit sich selbst sondern redet es sich ein. Ich bin selbst ein wenig moppelig und kann mir das so nicht vorstellen. Ich sage auch nicht, dass Salat und Obst schlecht für den Körper sind, da sie im Darm gähren und das nicht gut für den Magen und die Verdauung ist.
[...] Es kann auch die Unzufriedenheit über die Meinung der Gesellschaft gegenüber Dicken sein, aber mit dem Buch wird sie die Meinung und die Schönheitsideale nicht ändern können. Es gibt immer neue Schönheitsideale – man kann nicht immer dem entsprechen, was gerade in ist. Außerdem – nicht alle Leute finden dünn toll – das schreibt sie selbst. Warum kann sie das nicht einfach so hinnehmen? Sie ist zufrieden mit sich selbst? Warum muss sie das dann allen beweisen indem sie ein Buch darüber schreibt? Mir persönlich erscheint das wenig logisch und ich finde das Buch einfach nur ätzend. 
( http://www.ciao.de/Das_Diatenhasser_Buch_Basta_Die_Pfunde_bleiben_drauf_Margit_Schonberger__Test_8800027 (letzter Aufruf: 13.12.2013)

(Margit Schönberger 2013
gefunden auf droemer-knaur.de)
Meiner Meinung nach spiegelt diese Reaktion gerade das gesellschaftliche Phänomen wieder, Dicke seien unzufrieden und jegliche Meinung gegen die verbreitete Ansicht über unsere Ernährung sei schwachsinnig.
Gerade die Argumentationsweise Schönbergers lässt das Buch in einem glaubhaften Licht dastehen. Sie unterlegt jegliche Aussagen über Ernährung mit wissenschaftlichen Studien, zudem ist ein Literaturverzeichnis angegeben. Oftmals sind es die Fakten, die den Leser doch eher staunen lassen.
Die Autorin thematisiert „Fette“ gewiss in einem sehr positiven Licht, nicht aber weil sie Fett als gesündestes Nahrungsmittel sieht, sondern schlicht weil Fette in unserer Gesellschaft zu Unrecht verteufelt sind.
Ich bezweifle stark, dass Schönberger mit ihrer eigenen Erscheinung unzufrieden ist. Diese Frau spricht aus ihren eigenen Erfahrungen und all der verschwendeten Lebenszeit, die sie in Diäten investierte. Die Autorin plädiert auf mehr gesellschaftliche Akzeptanz und für ein Losreißen, von den Mythen der Nahrungsmittelindustrie. Denn diese  verdienen nun einmal Millionen an dem Leid der Frauen.

Meiner Meinung nach spiegelt diese Reaktion gerade das gesellschaftliche Phänomen wieder, Dicke seien unzufrieden und jegliche Meinung gegen die verbreitete Ansicht über unsere Ernährung sei schwachsinnig.
Gerade die Argumentationsweise Schönbergers lässt das Buch in einem glaubhaften Licht dastehen. Sie unterlegt jegliche Aussagen über Ernährung mit wissenschaftlichen Studien, zudem ist ein Literaturverzeichnis angegeben. Oftmals sind es die Fakten, die den Leser doch eher staunen lassen.
Die Autorin thematisiert „Fette“ gewiss in einem sehr positiven Licht, nicht aber weil sie Fett als gesündestes Nahrungsmittel sieht, sondern schlicht weil Fette in unserer Gesellschaft zu Unrecht verteufelt sind.
Ich bezweifle stark, dass Schönberger mit ihrer eigenen Erscheinung unzufrieden ist. Diese Frau spricht aus ihren eigenen Erfahrungen und all der verschwendeten Lebenszeit, die sie in Diäten investierte. Die Autorin plädiert auf mehr gesellschaftliche Akzeptanz und für ein Losreißen, von den Mythen der Nahrungsmittelindustrie. Denn diese verdienen nun einmal Millionen an dem Leid der Frauen.

Ich kann „Das Diätenhasser-Buch“ nur nach wie vor jedem empfehlen, der einmal einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse rund um's Thema Ernährung kennenlernen möchte!
Deshalb viel Vergnügen beim Lesen :)
 

(gefunden auf lovelybooks.de)
 

 
Autorin: Margit Schönberger
Titel: Das Diätenhasser-Buch
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 8,95€
ISBN: 978-3-426-78193-7
















P.S.: Isy lässt grüßen! :)

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