Einen wunderschönen 14. Dezember wünsch' ich Euch!
Wir sind rund - na und?!
Es gibt Momente im Jahr, da tut ein
gutes Buch einfach gut – ob im Urlaub am Strand, an regnerischen
Tagen im Bett oder aber in der Adventszeit vor dem Kamin.
Für alle begeisterten Leser und auch
die, die es eigentlich nicht sind, kommt hier ein super Tipp für die
langen Winterabende!
Margit Schönberger: Das
Diätenhasser-Buch
Basta! Die Pfunde bleiben drauf!
Jetzt wird abgerechnet: Mit
Schlankheitswahn und Modediktat. Mit Nahrungsmittelindustrie und
falschen Ratgebern. Und mit dem Mythos von der „richtigen“
Ernährung.
Wir sind rund – na und?!
Unter Kaloriengesichtspunkten wird
so manches „gute“ Essen quasi steckbrieflich gesucht. Beispiel
Bananen: Sie machen angeblich dick. Dabei hat eine davon im Schnitt
lediglich kanpp 100 Kalorienm das ist nicht mehr als ein Zwölftel
oder ein Fünfzehntel unseres Tageskalorienbedarfs Du lieber Himmel,
was für ein Bohei – um Peanuts. Es hat uns ja niemand angestiftet,
ein ganzes Kilo davon auf einem Schlag zu verdrücken. (So eng müssen
wir die Verwandtschaft mit den Affen nun wirklich nicht sehen.) Und
nur ganz nebenbei: Eine einzige Banane deckt einen hohen Anteil des
Tagesbedarfs unseres Körpers an Kalium, Magnesium und Vitamin C ab.
Der Kartoffel geht es nicht anders
als der Banane – auch sie macht angeblich dick. So dick wie Nudeln.
Butter ist ebenso des Teufels, genau wie jede Sorte Brot. Die meisten
dieser „verbotenen“ Nahrungsmittel – fast immer die, die wir
schon als Kinder instinktiv gerne gegessen haben (warum wohl?) –
weisen zwar eine hohe Kalorienzahl aufm aber auch meistens eine hohe
Energiedichte. Das heißt, sie halten uns länger satt als solche mit
dem gleichen Brennwert, aber niedrigeren Energiedichte. Und wenn Sie
mich fragen, so esse ich lieber eine 100-Gramm-Scheibe Weißbrot (die
250 Kalorien hat) als 100-Gramm (=10 Stück) Knäckebrot, die zudem
130 Kalorien mehr haben. So manipulieren wir uns unter kundiger,
rechnerischer versierter Anleitung von Körper-BWLern durchs Leben.
Das geht alles auf Kosten von Sinnlichkeit, Lebensqualität guter
Laune und damit letzten Endes auch von Gesundheit. (Oder glauben Sie
allen Ernstes, dass Frust und depressive Laune keine Auswirkung auf
den Zustand Ihres Körpers haben?) Dementsprechend gehen wir
miteinander um, genauso mit unserer Umwelt, mit unserer Kultur, mit
unseren Werten.
(Kapitel 9: Von
gutem und bösem Essen; S. 148/149)
Lasst uns aufhören, mit gesenktem
Blick und graumäusig durch die Welt zu gehen. Schmeißt euch in
kesse Klamotten – raus aus euren Wurstpellen, und macht den Mund
aufm wenn euch die anderen, die die Welt gerade an die Wand fahren,
dumm kommen. Dann wird sehr schnell klarwerden, was es mit „dick
und doof“ wirklich auf sich hat.
(Vorwort: Finger
weg von unserem Speck; S.10/11)
Schönberger
thematisiert in ihrem Buch viele Mythen rund um die Ernährung und
Vorurteilen, gegenüber Menschen und dem Essen, was sie zu sich
nehmen.
Dabei stößt sie
bei vielen (gerade jugendlichen!) Lesern auch auf Abneigung.
So schreibt die
Userin Sweety179 beispielsweise auf der Website ciao.de über das
Buch:
Sie lobt das Fett über alle Maße,
schießt jedoch gegen Obst, Salat und Vollkornkost. Meiner Meinung
nach ist sie nicht zufrieden mit sich selbst sondern redet es sich
ein. Ich bin selbst ein wenig moppelig und kann mir das so nicht
vorstellen. Ich sage auch nicht, dass Salat und Obst schlecht für
den Körper sind, da sie im Darm gähren und das nicht gut für den
Magen und die Verdauung ist.
[...] Es kann auch die
Unzufriedenheit über die Meinung der Gesellschaft gegenüber Dicken
sein, aber mit dem Buch wird sie die Meinung und die Schönheitsideale
nicht ändern können. Es gibt immer neue Schönheitsideale – man
kann nicht immer dem entsprechen, was gerade in ist. Außerdem –
nicht alle Leute finden dünn toll – das schreibt sie selbst. Warum
kann sie das nicht einfach so hinnehmen? Sie ist zufrieden mit sich
selbst? Warum muss sie das dann allen beweisen indem sie ein Buch
darüber schreibt? Mir persönlich erscheint das wenig logisch und
ich finde das Buch einfach nur ätzend.
( http://www.ciao.de/Das_Diatenhasser_Buch_Basta_Die_Pfunde_bleiben_drauf_Margit_Schonberger__Test_8800027 (letzter Aufruf: 13.12.2013)
![]() |
| (Margit Schönberger 2013 gefunden auf droemer-knaur.de) |
Gerade die
Argumentationsweise Schönbergers lässt das Buch in einem
glaubhaften Licht dastehen. Sie unterlegt jegliche Aussagen über
Ernährung mit wissenschaftlichen Studien, zudem ist ein
Literaturverzeichnis angegeben. Oftmals sind es die Fakten, die den
Leser doch eher staunen lassen.
Die Autorin
thematisiert „Fette“ gewiss in einem sehr positiven Licht, nicht
aber weil sie Fett als gesündestes Nahrungsmittel sieht, sondern
schlicht weil Fette in unserer Gesellschaft zu Unrecht verteufelt
sind.
Ich bezweifle
stark, dass Schönberger mit ihrer eigenen Erscheinung unzufrieden
ist. Diese Frau spricht aus ihren eigenen Erfahrungen und all der
verschwendeten Lebenszeit, die sie in Diäten investierte. Die
Autorin plädiert auf mehr gesellschaftliche Akzeptanz und für ein
Losreißen, von den Mythen der Nahrungsmittelindustrie. Denn diese verdienen nun einmal Millionen an dem Leid der Frauen.
Meiner Meinung nach
spiegelt diese Reaktion gerade das gesellschaftliche Phänomen
wieder, Dicke seien unzufrieden und jegliche Meinung gegen die
verbreitete Ansicht über unsere Ernährung sei schwachsinnig.
Gerade die
Argumentationsweise Schönbergers lässt das Buch in einem
glaubhaften Licht dastehen. Sie unterlegt jegliche Aussagen über
Ernährung mit wissenschaftlichen Studien, zudem ist ein
Literaturverzeichnis angegeben. Oftmals sind es die Fakten, die den
Leser doch eher staunen lassen.
Die Autorin
thematisiert „Fette“ gewiss in einem sehr positiven Licht, nicht
aber weil sie Fett als gesündestes Nahrungsmittel sieht, sondern
schlicht weil Fette in unserer Gesellschaft zu Unrecht verteufelt
sind.
Ich bezweifle
stark, dass Schönberger mit ihrer eigenen Erscheinung unzufrieden
ist. Diese Frau spricht aus ihren eigenen Erfahrungen und all der
verschwendeten Lebenszeit, die sie in Diäten investierte. Die
Autorin plädiert auf mehr gesellschaftliche Akzeptanz und für ein
Losreißen, von den Mythen der Nahrungsmittelindustrie. Denn diese
verdienen nun einmal Millionen an dem Leid der Frauen.
Ich kann „Das
Diätenhasser-Buch“ nur nach wie vor jedem empfehlen, der einmal
einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse rund um's Thema
Ernährung kennenlernen möchte!
Deshalb viel
Vergnügen beim Lesen :)


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